Christian Muthspiel & ORJAZZTRA VIENNA

24. Jänner 2019, 20 Uhr, Orpheum Graz

© Lukas Beck

Großbesetzungen im Jazz sind rar geworden. Unter anderem durch den Verfall der Gagen im letzten Jahrzehnt geht eine Kultur verloren, welche die Geschichte einer der größten musikalischen Erfindungen des 20. Jahrhunderts mitgeprägt hat: Von Duke Ellington bis Carla Bley, vom Sun Ra Arkestra bis zum Vienna Art Orchestra gehörten großbesetzte Bands immer zum Kanon der improvisierten Musik.

Mit dem 18-köpfigen Orjazztra Vienna erfülle ich mir nun – den Zug der Zeit ignorierend – den Traum eines eigenen Jazzorchesters, den ich seit meinem Weggang vom Vienna Art Orchestra im Jahr 2004 träume.

Österreich und Wien besitzen derzeit eine schier unglaublich dichte Szene junger, großartiger Musikerinnen und Musiker, die in vielen eigenen Bands musizieren, die neugierig, experimentierfreudig, weltoffen und allesamt sehr gut ausgebildet sind und somit auch technisch auf höchstem Niveau spielen.

Zum überwiegenden Teil besteht das Orjazztra aus jungen Menschen dieser heimischen Szene, ist mit doppelter Rhythmusgruppe (zwei Bässe, zwei Schlagzeuge), Klavier, einem sechsköpfigen Saxophon/Klarinettensatz, drei Trompeten, zwei Posaunen und einer Tuba ungewöhnlich besetzt und eher als zeitgenössisches Jazzorchester denn als Big Band zu bezeichnen.

Nach nunmehr 35 Jahren als Komponist, Dirigent und Instrumentalist, immer zwischen den Stühlen agierend bzw. diese regelmäßig wechselnd - vom Leiten zahlreicher Jazzbands bis zum Dirigieren einer Mahler-Symphonie, vom Komponieren für Symphonieorchester bis zur Produktion der Signations für Ö1 –, soll das Orjazztra für die nächsten Jahre nun mein musikalischer Schwerpunkt und die größtmögliche gemeinsame Schnittmenge der Summe dieser Erfahrungen werden:

Ein orchestraler Zugang zum zeitgenössischen Jazz über komplexe Partituren, die gleichzeitig den individuellen Solistinnen und Solisten den entsprechenden improvisatorischen Freiraum geben, klanglich geprägt von einem akustischen, in diesem Fall bewusst elektronikfreien, an den Tugenden klassischen Orchesterspiels geschulten Zusammenklang.


Mit:

Lisa Hofmaninger, Gerald Preinfalk, Astrid Wiesinger
Robert Unterköfler, Ilse Riedler, Florian Bauer – saxophones, clarinets
Gerhard Ornig, Lorenz Raab, Dominik Fuss – trumpet, flugelhorn
Alois Eberl, Daniel Holzleitner – trombone
Tobias Ennemoser – tuba
Philipp Nykrin – piano
Judith Ferstl, Beate Wiesinger – bass
Judith Schwarz, Marton Juhasz – drums
Christian Muthspiel – compositions, leader

Tickets & Informationen


Kategorie 1
Kategorie 2
Kategorie 3

Normalpreis: 32,-
Normalpreis: 27,-
Normalpreis: 24,-

Studierende: 25,-
Studierende: 22,-
Studierende: 18,-


Rollstuhlplätze und barrierefreier Zugang!

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„Hunger auf Kunst“ | nur Abendkassa, nach Verfügbarkeit (freier Eintritt).